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Category: solaMoments

Reisen in die Heimat der Fußballgegner Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador

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Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador sind faszinierende Destinationen

Deutschlands Vorrundengegner bei der Fußball-WM rücken Länder in den Fokus, die normalerweise nur selten bei der Planung des Jahresurlaubs im Mittelpunkt stehen: Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Dabei punkten alle drei Destinationen mit einem Füllhorn von Attraktionen, Curaçao beispielsweise nicht nur mit weißen Sandstränden, sondern auch mit karibischem Flair und feinster Kolonialarchitektur. Auch die Elfenbeinküste besticht mit kilometerlangen Sandstränden und darüber hinaus mit überraschend modernen Großstädten und einer kulturellen Vielfalt, die selbst für Westafrika außergewöhnlich ist. Ecuador glänzt mit Vulkanlandschaften, dem Amazonas-Regenwald und der faszinierenden Tierwelt der Galapagos-Inseln.

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Traumstrand auf Curaçao

Curaçao: die bunten Häuser von Willemstadt  

Die Fußballer aus Curaçao sind Dauerwärme gewohnt, denn auf der Insel in der südlichen Karibik sinkt die Temperatur kaum einmal unter 27 Grad. Das garantiert die typisch karibische Atmosphäre an den drei Dutzend Traumstränden, die Taucher und Schnorchler aus aller Welt anlocken. Wer lieber wandert, begegnet  in den Naturschutzgebieten – allen voran der Nationalpark Christoffelpark – einer bunten Tierwelt. Sehr beliebt ist ein Tagesausflug nach Klein Curaçao, eine kleine, unbewohnte Insel mit ebenfalls herrlichen Sandstränden. Curaçao, kaum größer als Malta, gehört zu den „ABC-Inseln“ – Aruba, Bonaire, Curaçao. Ein Phänomen: 125.000 der 150.000 Bewohner leben in der Hauptstadt Willemstad. Nicht nur der Name deutet auf die Niederlande: Die Hauptstadt erinnert an Amsterdam, ist nur bunter und hat mit ihren farbenfrohen Kolonialhäusern der Altstadt unter Palmen einen Platz auf der UNESCO-Welterbeliste ergattert.

320 Jahre lang war Curaçao niederländische Kolonie, bis der Insel 1954 weitgehende Selbstverwaltung zugestanden wurde. Seit 2010 ist sie ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Staatsoberhaupt ist also König Willem-Alexander, der vor Ort durch eine Gouverneurin vertreten wird. Alle Bewohner sind EU-Bürger. Curaçao gilt als sehr sichere Reisedestination, hat weniger mit Problemen des Overtourism zu tun als andere Karibik-Destinationen, ist aber eine Spur teurer als die Mitbewerber. Mit Englisch kommen die Gäste gut über die Runden.

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Kolonialarchitektur in Willemstad

Elfenbeinküste: Strand von Berlin bis München

Der Name „Elfenbeinküste“ stammt aus der Zeit des Elfenbeinhandels. Der ist heute verboten, aber der Name für das westafrikanische Land ist geblieben. Offiziell heißt es „Côte d’Ivoire“, was auf ein kleines Problem für Reisende hindeutet: Um sich im Land zurecht zu finden, sollten sie ein Klitzekleinwenig Französisch sprechen. Und noch etwas unterscheidet die Destination von anderen afrikanischen Reisezielen: Gefragt sind immer und überall höfliche Begrüßungen, Antworten auf Fragen nach der Familie und zurückhaltende, respektvolle Kleidung außerhalb der Tourismus-Hochburgen.

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Rund 400 Km Sandstrand

Einiges an dem Land, das so groß ist wie Polen und in dem 29 Millionen Menschen leben, ist rekordverdächtig. Die Atlantikküste erstreckt sich über 520 Kilometer, das ist etwa die Strecke von Berlin nach München. 400 Kilometer davon sind Sandstrände. Und in dem Land leben über 60 (!) Volksgruppen mit eigenen Sprachen und eigenen Traditionen. Andererseits besitzt das Land erstaunlich moderne Großstädte, die Wirtschaftsmetropole Abidjan beispielsweise mit geschätzten fünf bis sechs Millionen Bewohnern und die wesentlich kleinere Hauptstadt Yamoussoukro, in der geschätzte 400.000 Bewohner leben. Hier steht die Basilika Notre-Dame de la Paix, die zu den größten Kirchen der Welt zählt und sogar noch den Petersdom übertrifft. Erste französische Kolonialhauptstadt war Grand-Bassam direkt am Atlantik, heute eine Touristenmetropole. Die koloniale Altstadt gehört UNESCO-Welterbe.

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Die Wirtschaftsmetropole Abidjan

Der Norden der Elfenbeinküste ist von Savannen geprägt, der Süden von tropischen Regenwäldern. Im Westen liegt die grüne Landschaft Man mit Bergen und Felsformationen, Wasserfällen und Wandergebieten. Dichter Regenwald prägt den zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Taï-Nationalpark im äußersten Südwesten. Zu den vielen Tierarten, die hier heimisch sind, gehören Schimpansen und Waldelefanten. 500 Vogelarten zwitschern im Comoé-Nationalpark um die Wette, einer Savannen- und Flusslandschaft im Nordosten des Landes. Wald- und Savannenelefanten sind hier heimisch, Büffel, an Flüssen und Wasserstellen Flusspferde, verschiedene Affenarten und auch Krokodile.

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Über 60 Volksgruppen leben in der Elfenbeinküste

Ecuador: ein Land – vier Welten

Wenn die Bewohner Ecuadors nicht ohne Stolz von den „vier Welten“ ihres Landes auf engem Raum sprechen, meinen sie Costa, die Küstenregion mit den Pazifikstränden, Sierra, das Andenhochland, Oriente, den Amazonas-Regenwald, und Galápagos, die Inselgruppe tausend Kilometer vom Festland entfernt. Die meisten Reisen starten in der Hauptstadt Quito, die im Andenhochland im Norden in 2.850 Meter Höhe liegt. Es ist eine gigantische Stadt, deren Einwohnerzahl auf fast drei Millionen geschätzt wird. Die historische Altstadt steht auf der UNESCO-Welterbeliste und beeindruckt durch Kirchen, Klöster und Kolonialpaläste. Ecuador war von 1534 bis 1822 spanische Kolonie, gehörte danach ein paar Jahre zu Großkolumbien und ist seit 1830 ein eigener Staat.

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Die Basilika del Voto Nacional in Quito

In Quito beginnt die „Straße der Vulkane“, die schon Alexander von Humboldt faszinierte – die Andenkette mit vielen Gipfeln über 5.000 Meter Höhe. Einer von ihnen, der Cotopaxi, ist einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Mountainbiker, Wanderer und Bergsteiger sind in dieser Region in ihrem Element. Wer sich mit der indigenen Kultur des Landes befassen möchte, findet in den Andendörfern und -Städten der Sierra Gelegenheit dazu. So ist der Markt in Otavalo weltberühmt als einer der lebendigsten Südamerikas.

Westlich der Anden erstreckt sich die Pazifikküste mit Fischerdörfern, endlosen Sandstränden und Mangrovenwäldern. Aus allen Teilen der Welt angereiste Surfer bevölkern die Badeorte. In dieser Region liegt die zweite Millionenstadt des Landes, Guayaquil. Im Ballungsraum dieses Wirtschaftszentrums leben 2,7 bis 3 Millionen Menschen. Östlich der Anden bildet der Oriente den ecuadorianischen Teil des Amazonasbeckens mit dichten Regenwäldern. Er ist ein artenreiches Naturparadies, in dem Affen und Papageien, Faultiere und Flussdelfine heimisch sind. Auch hier lernen Gäste die traditionelle Lebensweise der indigenen Bevölkerung kennen.

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Cotopaxi, einer der aktiven Vulkane der Anden

Tausend Kilometer vor der Küste – und nur mit dem Flugzeug (oder im Rahmen einer Kreuzfahrt) zu erreichen – liegt die vierte der vier Welten Ecuadors: die Galapagos-Inseln. Strenge Auflagen für due Besucher schützen die Tierwelt, die kaum Scheu vor Menschen kennt – Riesenschildkröten, Seelöwen und Meerechsen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Unter den vielen Vogelarten fallen vor allem die Baufußtölpel auf, die tatsächlich leuchtend blaue Füße haben und diese als wichtiges Paarungssignal einsetzen.

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Fasziniereder Blick auf die Anden in Ecuador

Neugierig geworden? Wir freuen uns auf dich

Autor: Horst Schwartz